Die Wirkung von Fliegenpilzen: Amanita muscaria Fliegenpilz im Überblick

Die Wirkung von Fliegenpilzen: Amanita muscaria Fliegenpilz im Überblick

„Der Fliegenpilz ist ein Giftpilz!“ – so wurde das wahrscheinlich fast jedem als Kind beigebracht. Deshalb machen auch heute die meisten Menschen einen großen Bogen um den Pilz mit der roten Huthaut und den weißen Tupfen. Gleichzeitig wird er jedoch häufig als Glückssymbol verwendet.

Ist Amanita Muscaria also ein Giftpilz oder ein Glückspilz? Führt eine Dosis zu einer Giftwirkung? Oder ist ein Wirkstoff im Fruchtkörper enthalten, der Fliegenpilze zu einem guten Rauschmittel macht?

Ist der Fliegenpilz gesund?

Es kommt darauf an. Eine hohe Dosis frischer Fliegenpilze kann Schwindel zur Folge haben, was sich auf die augenscheinliche Giftigkeit von Amanita Muscaria zurückzuführen lässt. Diese Vergiftung wird auch als Fliegenpilz-Pantherpilz-Syndrom bezeichnet, bei der die Raumwahrnehmung und das Zeitgefühl verändert werden. Richtig zubereitet kann der Fliegenpilz auch als Halluzinogen eingesetzt werden. Nutzer beschreiben Zustände von Ekstase, vergleichen den Fliegenpilz mit anderen Rauschmitteln und berichten davon, wie er ihre Ängste betäubt, die Lebensqualität verbessert und den Alltag erleichtert. 

Welche Besonderheiten hat der Fliegenpilz?

Fliegenpilze enthalten die Alkaloide Muscimol und Ibotensäure. Ibotensäure löst in zu hohen Dosen die Giftwirkung in Form von Schwindel und Übelkeit bis zum Erbrechen aus. Das Besondere ist jedoch, dass der Großteil der Ibotensäure beim Trocknen zu Muscimol umgewandelt wird – dieser Prozess wird auch Decarboxylierung genannt. Wird der Fliegenpilz getrocknet eingenommen, kann er zu Halluzination und Ekstase führen.

Was macht Muscimol im Körper?

Muscimol ist der primäre psychoaktive Wirkstoff des Fliegenpilzes und ein starker Agonist für GABA-Rezeptoren. Muscimol wirkt sedierend und hypnotisch und es wird vermutet, dass Muscimol die Aktivität im Reptiliengehirn, dem Hirnstamm, beruhigt – dadurch kann ein Gefühl der Gefahrlosigkeit entstehen.

Das Reptiliengehirn ist der primitivste Teil des menschlichen Gehirns, der für grundlegende Überlebensinstinkte und automatische Reaktionen verantwortlich ist. In stressigen Situationen kann im Reptiliengehirn eine »Kampf-oder-Flucht«-Reaktion ausgelöst werden, die zu Angst und Erstarrung führen kann – obwohl gar keine reale Gefahr besteht.

Häufig genannte Vorteile von Fliegenpilz-Konsumenten:

  • gesteigertes Selbstwertgefühl
  • verbesserter Fokus
  • gesteigerte Produktivität und Motivation
  • erhöhtes Wohlbefinden
  • Reduzierung von Ängsten, einschließlich sozialer Ängste
  • mehr Mut und Durchsetzungsvermögen
  • erholsamerer Schlaf

Wie viele Fliegenpilze kann man essen?

Da es sich beim Fliegenpilz um eine Natursubstanz handelt, kann es zu sehr starken Schwankungen im Wirkstoffgehalt kommen. Kaum jemand weiß, wie viel Wirkstoff sich tatsächlich in einem Pilz befindet und die Potenz wird von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst. Um die Unterschiede im Wirkstoffgehalt zwischen Pilzkappen, sowie von Pilz zu Pilz auszugleichen, bietet es sich an, getrocknete & pulverisierte Pilze zu verwenden.

Der frische Fruchtkörper ist mit Vorsicht zu genießen. Bei einer größeren Menge wird dir sehr wahrscheinlich schlecht werden. Allerdings gibt es keinen bekannten Todesfall im Zusammenhang mit Amanita Muscaria. Bevor die Dosis toxisch wird, wird die Übelkeit so stark, dass du dich übergeben musst und gegebenenfalls sogar in Ohnmacht fällst.

Ab 3 Gramm getrockneten Fliegenpilzen kann eine psychoaktive Wirkung eintreten. Erfahrene Psychonauten nehmen für einen vollwertigen Trip 8 – 12 Gramm oder mehr. Solch hohe Dosierungen sollten ausschließlich unter professioneller Begleitung eingenommen werden.

Warum wirken Fliegenpilze nicht?

Wichtig ist es, Fliegenpilze nur auf leeren Magen zu konsumieren und auch nach der Einnahme weiter zu fasten. Ansonsten wird der Effekt deutlich schwächer sein oder gänzlich ausbleiben. Ein weiterer Grund, warum Fliegenpilze nicht wirken, ist, dass die eingenommene Dosis zu gering war. In diesem Fall kannst du die Dosis in 0,5 Gramm Schritten erhöhen, bis die gewünschte Wirkung einsetzt. Der dritte und letzte Grund, warum Fliegenpilze nicht wirken, ist, dass du ein Non-Responder bist. Das heißt, dein Körper reagiert nicht auf den Wirkstoff. Jeder Körper ist anders und der Fliegenpilz ist nicht für jeden geeignet.

Sind Fliegenpilze gefährlich?

Toxikologische Studien haben gezeigt, dass keine Toxizität für die Organe des menschlichen Körpers besteht. 

Ganz im Gegenteil:

Der Fliegenpilz weist entzündungshemmende Eigenschaften und eine neuroprotektive Wirkung auf zellulärer Ebene auf.

Die Wirkung von Fliegenpilzen ist komplex und hängt stark von der Konsumform ab. In zu hohen Dosen können frische Fliegenpilze zu Übelkeit und Schwindel führen. Getrocknete und richtig zubereitete Fliegenpilze können hingegen halluzinogene und bewusstseinserweiternde Effekte haben.

Anwender berichten von gesteigertem Fokus, verbesserter Produktivität und einer Reduzierung ihrer sozialen Ängste. Es ist essenziell, auf ausschließlich getrocknete Fliegenpilze in bester Qualität zurückzugreifen. Kaufe nur von Shops, die ihre Fliegenpilze von unabhängigen Labors prüfen und auf ihren Wirkstoffgehalt untersuchen lassen – und diese Ergebnisse transparent teilen!

Amanita Muscaria wurde lange fälschlicherweise als toxisch eingestuft. Genau deshalb wurde der Fliegenpilz bislang nicht in einem so großen Umfang wie andere Psychedelika untersucht. Allmählich bekommen wir allerdings mehr Forschungsergebnisse, welche die Wirksamkeit von Fliegenpilzen belegen.

Der Fliegenpilz und seine Inhaltsstoffe sind in Deutschland weder vom Betäubungsmittelgesetz noch vom Neue-psychoaktive-Substanzen-Gesetz aufgeführt und damit legal erhältlich.






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